Christian Hochgrebe übernimmt den Vorsitz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder
Hugo Hartmann · Jul 9, 2026

Christian Hochgrebe übernimmt den Vorsitz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat mit Christian Hochgrebe einen neuen Vorsitzenden erhalten und bereitet sich gleichzeitig auf die umfassende Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 vor, die bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein muss. Diese Überprüfung wird die Wirksamkeit bestehender Regelungen zu Spielerschutz, Kanalisierung und Marktstruktur untersuchen, einschließlich der Vorgaben für Online-Casino-Spiele wie Roulette.
Übergang in der Führung der GGL
Christian Hochgrebe hat den Vorsitz der Behörde übernommen, die für die einheitliche Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrags in den Bundesländern zuständig ist. Die Behörde koordiniert Lizenzvergaben, überwacht Einhaltung von Vorschriften und sammelt Daten zu Marktaktivitäten, während Hochgrebe nun die strategische Ausrichtung leitet. Beobachter berichten, dass der Wechsel in der Leitung mit der bevorstehenden Evaluierung des Vertrags zusammenfällt, der seit 2021 die Rahmenbedingungen für Glücksspiel in Deutschland festlegt.
Die GGL bearbeitet Anträge für Online-Glücksspielangebote und führt Kontrollen bei Anbietern durch, um illegale Angebote einzudämmen. Unter der neuen Leitung werden bestehende Prozesse fortgesetzt, während Vorbereitungen für die Vertragsprüfung anlaufen. Daten der Behörde zeigen, dass die Anzahl lizenzierter Anbieter seit Inkrafttreten des Vertrags gestiegen ist, was die Kanalisierung legaler Angebote unterstützt.
Vorbereitung auf die Evaluierung des GlüStV 2021
Die Prüfung des Interstate Treaty on Gambling muss bis Ende 2026 abgeschlossen werden und umfasst eine Bewertung von Spielerschutzmaßnahmen, der Wirksamkeit der Kanalisierung sowie der Marktstruktur. Dazu gehören Regelungen, die Online-Casino-Spiele wie Roulette betreffen, wo Einsatzlimits, Altersverifikation und Werbebeschränkungen gelten. Die Behörde sammelt hierfür Berichte aus den Ländern und analysiert Marktdaten, um Empfehlungen für mögliche Anpassungen zu erarbeiten.
Im Juli 2026 laufen Vorbereitungen für die finale Phase der Evaluierung, in der Experten Studien zu Spielverhalten und Regulierungseffekten auswerten. Die Ergebnisse werden die Grundlage für Entscheidungen der Länder bilden, die den Vertrag gegebenenfalls ändern können. Bisherige Berichte der GGL dokumentieren Fortschritte bei der Identifikation problematischer Spielmuster durch technische Überwachungssysteme.

Auswirkungen auf Online-Casino-Spiele wie Roulette
Die Evaluierung berücksichtigt speziell Vorgaben für Online-Roulette, darunter Einsatzobergrenzen und Maßnahmen zur Spielpausenförderung. Lizenzierte Anbieter müssen Systeme zur Erkennung riskanten Spielverhaltens implementieren, während die Behörde die Umsetzung kontrolliert. Statistiken der GGL belegen, dass die Anzahl aktiver Spieler in regulierten Umgebungen seit 2021 zugenommen hat, was auf eine verbesserte Kanalisierung hinweist.
Marktstrukturanalysen untersuchen, wie Regelungen die Verteilung von Anbietern und die Verfügbarkeit verschiedener Spielvarianten beeinflussen. Die Prüfung wird auch technische Anforderungen an Plattformen einbeziehen, die Roulette-Spiele anbieten, um Manipulationen auszuschließen. Forscher haben in früheren Berichten Methoden zur Messung von Kanalisierungseffekten vorgestellt, die nun in die aktuelle Evaluierung einfließen.
Datenerhebung und Zusammenarbeit der Länder
Die GGL arbeitet mit den Bundesländern zusammen, um einheitliche Datengrundlagen für die Evaluierung zu schaffen. Hierzu zählen Meldungen zu Lizenzverstößen, Spielerschutzmaßnahmen und Marktentwicklungen. Die Behörde veröffentlicht regelmäßig Zusammenfassungen dieser Informationen, die als Basis für die Vertragsprüfung dienen. Bis 2026 sollen alle relevanten Aspekte erfasst werden, um fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.
Experten aus verschiedenen Fachbereichen beteiligen sich an der Analyse, darunter Vertreter von Aufsichtsbehörden und Forschungseinrichtungen. Die Ergebnisse werden den Ländern zur Verfügung gestellt, die über mögliche Änderungen beraten. Bisherige Fortschritte zeigen, dass die Zusammenarbeit die Grundlage für eine konsistente Regulierung bildet.
Fazit
Die Übernahme des Vorsitzes durch Christian Hochgrebe markiert den Beginn einer Phase, in der die GGL die Evaluierung des GlüStV 2021 vorantreibt. Die Prüfung bis Ende 2026 wird Erkenntnisse zu Spielerschutz, Kanalisierung und Marktstruktur liefern, die für zukünftige Regelungen relevant sind. Die Behörde setzt ihre Aufgaben in Lizenzierung und Überwachung fort, während die Vorbereitungen für die umfassende Bewertung laufen.