Rotation im GGL-Verwaltungsrat bringt Christian Hochgrebe an die Spitze vor der GlüStV 2021 Prüfung
Frankie Meier · Jul 23, 2026

Rotation im GGL-Verwaltungsrat bringt Christian Hochgrebe an die Spitze vor der GlüStV 2021 Prüfung

Am 1. Juli 2026 übernahm Christian Hochgrebe formell den Vorsitz des Verwaltungsrats der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) im Rahmen des jährlichen Rotationssystems der Bundesländer, während die Behörde gleichzeitig die erste verpflichtende Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 vorbereitet, die bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein muss.
Der Wechsel im Verwaltungsrat und seine Rahmenbedingungen
Das Rotationsprinzip der Länder sieht vor, dass der Vorsitz des GGL-Verwaltungsrats turnusmäßig wechselt, sodass Hochgrebe nun die Leitung übernimmt und die Behörde in dieser Phase koordiniert, in der Daten zu Werbung, Einzahlungslimits, Verbraucherschutz und Kanalisierung zu lizenzierten Anbietern gesammelt und ausgewertet werden. Beobachter der Regulierungslandschaft stellen fest, dass dieser Wechsel genau mit den Vorbereitungen auf die Bewertung des 2021 in Kraft getretenen Vertrags zusammenfällt, der Online-Glücksspiele wie Roulette regelt.
Die GGL als zentrale Aufsichtsbehörde der Länder trägt die Verantwortung dafür, dass alle Vorgaben des GlüStV 2021 eingehalten werden, während Hochgrebe in seiner neuen Funktion die administrativen Prozesse steuert und die Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern organisiert. Experten der Glücksspielaufsicht weisen darauf hin, dass der Vertrag klare Vorgaben zu Werbemaßnahmen, Einzahlungslimits sowie Maßnahmen zum Schutz von Spielern enthält, und die anstehende Prüfung soll ermitteln, wie wirksam diese Regelungen in der Praxis sind.
Vorbereitung auf die erste Evaluierung des GlüStV 2021
Die Bewertung, die bis Ende Dezember 2026 vorliegen soll, konzentriert sich auf mehrere Kernbereiche des Vertrags, darunter die Steuerung von Werbung für Online-Casino-Spiele, die Wirksamkeit von Einzahlungslimits, allgemeine Verbraucherschutzstandards und die Erfolge bei der Kanalisierung von Spielern zu legalen Anbietern. Forscher und Regulierungsstellen sammeln derzeit statistische Daten und Berichte aus den ersten Jahren der Anwendung, um eine fundierte Grundlage für die Evaluierung zu schaffen.
Die GGL hat bereits mit der Zusammenstellung relevanter Unterlagen begonnen, und unter Hochgrebes Leitung werden diese Materialien gebündelt, sodass die Länder eine einheitliche Stellungnahme erarbeiten können. Behördenmitarbeiter berichten, dass der Prozess mehrere Monate in Anspruch nehmen wird, da umfangreiche Auswertungen zu Werbepraktiken, Limit-Einhaltungen und Kanalisierungsquoten erforderlich sind, bevor die finale Bewertung fertiggestellt ist.

Auswirkungen auf die Regulierung von Online-Glücksspielen
Der GlüStV 2021 legt fest, wie Anbieter von Online-Roulette und weiteren Casino-Spielen Werbung gestalten dürfen, welche Einzahlungslimits gelten und welche Schutzmechanismen für Spieler implementiert werden müssen. Die bevorstehende Evaluierung soll zeigen, inwieweit diese Vorgaben zur Reduzierung unregulierter Angebote beigetragen haben und ob Anpassungen notwendig sind, um die Kanalisierung zu lizenzierten Plattformen weiter zu verbessern.
Hochgrebe wird in seiner Amtszeit als Vorsitzender die Koordination dieser Arbeiten überwachen und sicherstellen, dass alle beteiligten Länder ihre Beiträge termingerecht liefern. Die GGL veröffentlicht in diesem Zusammenhang regelmäßig Updates auf ihrer Plattform, damit Interessierte den Fortschritt der Vorbereitungen nachverfolgen können. Daten aus den ersten Betriebsjahren des Vertrags fließen direkt in die Analyse ein und bilden die Basis für die abschließende Bewertung bis zum Jahresende 2026.
Die Rolle der GGL unter neuer Führung
Als zentrale Institution für die Glücksspielaufsicht der Länder führt die GGL die Aufsicht über alle lizenzierten Anbieter durch und überwacht die Einhaltung der Werbe- und Limit-Regeln. Mit Hochgrebe an der Spitze des Verwaltungsrats wird die Behörde die internen Abläufe weiter straffen, um die Evaluierung effizient abzuwickeln. Die jährliche Rotation stellt sicher, dass verschiedene Ländervertreter abwechselnd Verantwortung übernehmen und damit eine breite Perspektive in die Entscheidungsprozesse einbringen.
Die Vorbereitungen umfassen auch den Austausch mit externen Stellen, die Daten zu Verbraucherschutz und Kanalisierung liefern, sodass die GGL eine umfassende Übersicht erhält. Beobachter der Szene betonen, dass der Zeitplan bis Dezember 2026 eng gesteckt ist und alle beteiligten Akteure ihre Beiträge pünktlich einreichen müssen, damit die Evaluierung fristgerecht abgeschlossen werden kann.
Fazit
Die Übernahme des Vorsitzes durch Christian Hochgrebe am 1. Juli 2026 markiert einen routinemäßigen Wechsel, der mit den intensiven Vorbereitungen auf die erste Evaluierung des GlüStV 2021 einhergeht. Die GGL konzentriert sich unter seiner Leitung auf die Sammlung und Auswertung von Daten zu Werbung, Einzahlungslimits, Verbraucherschutz und Kanalisierung, damit die Bewertung bis zum 31. Dezember 2026 vorliegt und eine fundierte Grundlage für mögliche Anpassungen des Vertrags geschaffen wird.